Politik - Philosophie - Theologie

 

* Startseite     * Über...     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt     * Abonnieren



* Freunde
   
    georgkrants

    - mehr Freunde

* Letztes Feedback






zwei neue

Vergangen

 

Ich schreibe, ich schreibe, ich schreibe,

Ohne Wort, Stift, Papier.

Ich leide, ich leide, ich leide,

will nichts – nur zurück zu dir.

 

Schenk mir Momente – forme mein Leben,

sei da, wenn ich dich am meisten brauche.

Sei da und schenk mir Segen.

Lass mich nicht allein, solang ich noch kann.

 

Es geht zu Ende – du fängst neu an.

Lässt mich zurück – und schreitest voran.

Ohne Ziel irre ich – du hast deins, dir geht’s gut.

Schenk mir Augenblicke und neuen Lebensmut.

 

Die Lügnerin

Du bist gegangen

Und wirst mir nie mehr sagen, dass du mich liebst.

 

Dein Körper ist verschwunden

Und wird mir nie mehr sagen, dass du mich liebst.

 

Deine Stimme ist verhallt

Und wird mir nie mehr sagen, dass du mich liebst.

 

Die Worte haben sich verändert

Und werden mir nie mehr sagen, dass du mich liebst.

 

Wieso hast du mir stets gesagt,

dass du mich liebst,

wenn du dich doch nur geplagt,

und mir danach sagst: „Ich hab gelogen!“

 

Doch deine Taten haben mich erzogen,

machten, dass ich dir geglaubt

und nun sitze ich -  jeglicher Hoffnung beraubt.

 

 

3.5.10 00:06


Wie es war so wird es sein, egal wie ich bin – egal wie ihr seid

Der Tag

 

Jeden Morgen wach ich auf – allein.

Niemand neben mir – denn du bist weg.

Voll Trauer und Schmerz – kein Gedanke rein.

Stehe ich auf und wundere was im Tage steckt.

 

Die Sonne scheint, der Tag blüht,

meine Gedanken verfolgen dich – und dein neues Glück.

Meine Augen tränen und mein Herz glüht,

kann‘s nicht fassen – es bricht in Stück für Stück.

 

Am Abend dann, die Sonne fällt hinab,

ich denke nach, über diesen alten Tag,

stelle mir vor wie’s wäre im ewigen Grab,

stelle mir vor wie ich jeden Abend neben dir lag.

 

Es kommt die Nacht, der neue Weg -

die Zukunft. Und du hast Freude – Hör wie sie lacht!

Gehe entlang, wie auf einem Steg,

kein vor, kein zurück – gefangen auf dem See in der Nacht.

 

Es folgt der neue Morgen – die Augen offen,

der Wunsch nach Ruhe und einer besseren Zeit,

doch wieder schau ich neben mich – nichts mit hoffen.

Wie es war so wird es sein, egal wie ich bin – egal wie ihr seid.

2.5.10 19:43


Gedicht #6

Mut und Sehnsucht

Ich habe Sehnsucht zu dir,

ich habe Sehnsucht zum tot,

schreibe Gedichte zu Papier,

wünschte ich wäre mutig, läge in einer Lache aus rot.

 

Mir fehlt die Kraft zu leben,

mir fehlt die Kraft zu sterben,

würd so gern mich erheben,

mit Edel-hohem Haupt, blickend zu den Sternen.

 

Nichts mehr denkend, nichts mehr fühlend,

nur noch treibend, der Zeit genügend.

2.5.10 17:00


Lyrikabend

Also Sprach Nietzsche

 

Nietzsches wahres Wort,

welches uns der Sprache beraubt

und selbst der Sprache gebraucht,

will zeigen, dass

die Zeit das Wort missbraucht

und ohne Rast,

keine Wahrheit mehr erlaubt.

 

Des Teufels Pforte

 

Der Fährmann erreicht den Höllenhafen,

vor einem ein dunkles Flammenmeer,

Geschrei der Seelen, die sühnen ihrer Strafen,

sie kreischen und wandeln umher.

 

Man steigt aus dem Boot,

wird empfangen von des Teufels Chor,

die Flüsse durchzieh‘n  die Lande blutrot,

und quillen aus der Decke hervor.

 

Man sucht und reut seiner Lebens Tat

Vergebens – Satan selbst zeigt deinen Vertrag.

Du hast gelebt auf Erden wie ein König.

 

Doch die Ewigkeit wird dein letzter Sarg,

Kein zurück, kein Gewinn, Schmerz entfacht,

nur Qual, Leid, Hohn, welches du zuvor gebracht.

 

 

Leid, Leben, Tod

 

Man schließt die Augen vor der Wirklichkeit,

die jeder scheint ernst nehmen zu müssen,

wir flüchten in unsere Welt der Schönheit,

erliegen unseren fantastischen Ergüssen.

 

Wenn der Augenschlag den Moment vertreibt,

uns zurückholt – zeigt was bleibt,

dann erkennen wir, was wir so bitterlich gesucht.

Das blutende Herz, unser Drang zum Leid –

Unsere einzige Sucht.

 

Diese zu frönen und zu stillen,

flüchten wir wieder – dies ‘mal in die Wirklichkeit.

Vergessen unseren Traum

Und finden des Wahrheits Geleit.

 

Man weint und lacht –

das Herz  zerspringt,

gequält in der Nacht

liegt man im Bett – vom Leben gelinkt.

 

Zermartern unseren Kopf – schweißgebadet –

Bis wir wieder ziehen in unseren Traum,

der uns hilft – und der Wirklichkeit schadet.

 

Er lacht und lässt uns laufen – der Liebe Gott,

er hat uns die Zeit vermacht –

bis wir ankommen am Schafott,

wo man uns den Kopf abhackt.

 

 

Jenseits

Im Jenseits, keine Dämmerung mehr,

kein Grünes Graß und keine Tat.

Was bleibt? – lohnt es sich sehr?

 

Rastlos treibend, der Ideen Saat,

welche verantwortlich für so viel Trauer,

Leid und der Idee des Staat.

 

Gehofft, durch den Tod zur Ruhe zu finden,

werden immer auf der Suche bleiben

und uns, die wir wohnen bei Gott,

allmählich in den Wahnsinn treiben.

 

Keine Geschichte und kein Plot,

wird uns bleiben in des Gedächtnis Maßen,

Kein Humor und nie mehr spaßen.

 

In seiner Welt verweilen,

ein Albtraum der Unendlichkeit,

uns heimsucht, in seiner ganzen Grausamkeit.

 

 

Der Liebesdämon

 

Dort sitzend, in der Ecke kauernd,

ohne Sinn – den Tag verschlaudernd.

Mit Tränen auf den Lippen die wollen,

nicht können, weil du fort bist, doch schon wieder sollen.

 

Mein Herz ist noch dicht,

mein Kopf noch auf dich verpicht.

Erinnerungen die mich quälen,

ergangen wie davor schon etlichen Seelen.

 

Du böses Biest, das mich zerstört

Und es schafft, dass ich noch immer bin verstört.

Schenke mir Freiheit von deinem Wesen!

 

Damit ich mein Gefängnis wählen kann,

ein glücklich neugefangener Mann,

der nicht sitzt trinkend, wie jeden Abend am Tresen.

 

Und wieder zweisam lachend in die Zukunft blicken,

dich Dämon im Eifer ersticken.

 

Dein Leib im Traume malträtiert,

Dein Tod im Feste zelebriert,

und zum nächsten Abenteuer stiert.

 

Den nächsten Dämon in mein Leben holen, 

Und die Hoffnung entflammen –

Die Du mir gestohlen.

 

 

1.5.10 04:29


Wir verbannen den Teufel nicht indem wir ihn fressen

Wir verbannen den Teufel nicht indem wir ihn fressen. Wir werden erst das Gute handeln können, wenn wir das Gute erkennen ohne das Böse zu benötigen. Ein ewiger Kreislauf, ein fortwährender Dialog von Worten, nichtssagend und hilflos werden sie von uns in den Raum gestellt. Wir handeln böse, erdenken uns dadurch das Gute, bilden uns ein Ziel, welches wir aber in unserem Streben nach einem Dialog nicht wirklich erreichen wollen. Wir müssen uns lossagen von Gut und Böse, von Gott und Teufel und von Aktion und Reaktion. Fern bleiben von der leeren Wahrheit des Dualismus, der unsere Boshaftigkeit nur versucht zu legalisieren. Mit einem barmherzigen und edlen, aber imaginärem, Ziel, welches wir stets, und darin liegt das Problem, bestätigen müssen, ausgestattet, bewegen wir uns seit jeher auf der gleichen Stufe der Erkenntnis. Unser Suchen sollte wirklich auf das Gute gerichtet werden, ohne es durch das Böse erklären zu wollen.

Wir müssen überwinden was uns hält und uns seit Gedenken am edlen Handeln hindert, dadurch brauchen wir keine Sünde, kein böses Gegenstück zu unserem Heiland, keine Aktion, sondern nur das was uns zum guten Wesen macht. Der Verstand muss gefördert werden ohne dabei auf Profit und Gier zu stielen. Es muss ein Weg gelebt werden, anstatt ihn zu theoretisieren, denn wir können uns nicht weiter hinter der Lüge des Dualismus, der unsere gesamte Kultur in der Basis zusammenhält, verstecken. Wir können nicht nach 2000 Jahren uns hinter den Aussagen von Heraklit verkriechen und immer noch behaupten, dass wir den Krieg brauchen um das Gute auf Erden erschaffen zu können.

Wir sollten uns bewusste werden, dass wir diejenigen sind die den Krieg verlieren auf einer Suche nach dem Offensichtlichen. Wir sind die einzigen Verlierer unserer Beschränktheit und müssen das Denken der heutigen Form revolutionieren um ein wahrhaftiges Ziel für Morgen schaffen zu können.

Das bedeutet, es muss ein neues Verständnis unserer Kultur geschaffen werden. Der Dualismus verbannt, die Politik überwunden, eine neue Anthropologie erfunden und das Ziel gelebt werden. Erst dann werden wir in der Lage sein, ein klares Ziel zu definieren, nachdem wir kein Krieg benötigen um zu sehen was gut und was böse ist, denn erst dann werden auch kommende Generationen nicht im Sumpf des Dualismus untergehen und wie wir darin ertrinken.

3.4.10 02:24


Zum Lobe

"Heutzutage werden die Rechten genauso ausgegrenzt, wie die Juden im dritten Reich." (Hans-Christian Köllmer)

Als ich dieses Zitat gehört habe, musste ich dem genialen Kopf dahinter einfach eine e-Mail schreiben und ihm meine Anerkennung zuteil kommen lassen, dass er für eine so fundierte Meinung einsteht.


„Schönen guten Tag Herr Köllmer,

 

ich habe heute einen MDR-Beitrag gesehen indem Sie stark, wegen ihrer Meinung zum Thema der Rechten-Feindlichkeit in unserer Gesellschaft, kritisiert wurden. Als ich diesen Beitrag gesehen habe, wollte ich Ihnen mitteilen, dass ich diese doch sehr harsche Kritik von Seiten der Presse, der SPD und der Linken nicht nachvollziehen kann. Denn wie ich finde haben Sie einen kühlen Kopf in dieser hitzigen Diskussion bewahrt und die Lage der Rechten in unserer Gesellschaft glasklar analysiert und ausgewertet.
Man sollte Ihnen auch nicht vorwerfen, dass der von Ihnen gewählte Vergleich hinkt oder gar pietätlos ist, denn Sie wollten sicherlich nicht den Holocaust verharmlosen, sondern haben in weiser Voraussicht, dank ihrer soziologischen Fähigkeiten, nur darauf Aufmerksam machen wollen, dass wir aufpassen sollen in unserer Abneigung gegen diejenigen die Ausländer hassen nicht anfangen selbst im Hass zu versinken. Man sollte Sie für diese Weisheit, die Sie unter die Menschen bringen, loben, anstatt den Rücktritt von Ihrem ehrenwerten Amt zu fordern.
Sie sind ein ganz großer Politiker gefangen in einer kleinen Stadt im Osten!

Mit freundlichem Gruß

 

Georg Krants“

25.3.10 04:38


Die Reise

So wards gewesen, als ich wiederkehrte der Reise, die mir aufgetragen vom höchsten G‘schöpfe aller. Der atmenden und blutenden, der denkenden und handelnden, dem Wesen, welches selbst nur geschaffen und unter dem ich weile.
Dem Gott auf Erden, der das Denken lehrt und so als angesehen vermag. Wie ich mit Mutter und Vater, wie ihr mit Eltern, ist er ein Mensch, wie ich und ihr. Ein Tier, wenn man mag behaupten, aber doch vernünftig, des Wesen gut und des Geistes klar, ohne Zweifel uns leitend.
Ein Geschlecht wie meinem, aber mehr wert als deinem. Doch selbst so barmherzig, dass er weiß, wie alles wonach man zu fragen vermag, dass er dir und mir gleich ist. Ein König dem sich zu folgen lohnt auch wenn das Folgen um sich, am Ende des dir zu mehr Glück führen sollt. Ein Prinz der nie Vatermörder sein könnt, denn er ist gelehrt in der Vernunft, die man nicht zu lehren brauch. Er ist sich selbst, aber wird nie wir, denn er ist da wo wir nie sind, er ist gut auch im Herzen. Brauch nicht kämpfen, denn es gibt keinen Kampf, wir müssen jederzeit in unserem Kopf ausfechten wonach er nicht einmal denken muss.
Wir sind Bös und brauchen seiner Gnad, brauchen ihn für Frieden, brauchen ihn für Moral und brauchen ihn für Vernunft – sie steht uns nicht zu. Unser Herz ist unrein, wie beim Gott, wir sind gut geschaffen aus des bösen Hand, er nicht, er sei gesegnet. Er ist der Führer der über Gott, er ist das, was wir versuchen zu erreichen, aber nicht können. Er ist das was uns gegeben, er ist das was lebt, was denkt und er wird das was uns erwart‘.
In unser Kopf, er sollt wohnen, er sollt uns zeigen des Lichtes Gestalt und des Weges Richtung. Wir brauchen ihn, ob Weib ob Manne, denn wenn er wird vergessen, er wird uns bestrafen und verfluchen. Wenn des Fluches Mal in uns dringt, als wir seiner vergaßen, werden wir nicht mehr erkennen, werden wir nicht mehr sehen, hören und fühlen. Werden sprechen mit des Köpers Kraft und wandeln in des ewigen Nichts.
Es muss beginnen, jeder diese Reise gehen, seines Kindern geben und mit ihr reifen, denn die Reise wird das Leben entstehen lassen.

24.3.10 23:55


Leichenschmaus

Es war eine schöne Zeit,
zumindest für einen von uns beiden.
Hast mich missbraucht,
es tut dir nicht ‘ma leid.

Du wolltest es auch – meintest du,
doch nur für kurze Dauer.
Liebe, bei dir nur Schall und Rauch,
kein Grund für ewige Trauer.

Mein Herz hast du genommen,
hast es besessen, es war deins,
bist aber nicht in der Lage –
und siehst nur verschwommen.

Deine Vergangenheit holt dich  immer ein,
brauchst Hilfe,  doch wollteste meine nicht.
Wenn ich zurückblicke, sehe ich klarer,
du bist ein Wrack, Opfer deiner Pein.

Jetzt machst du weiter, gehst entgegen,
flüchtest  in die Angriffsposition,
kümmerst dich nicht um Andere,
selbst wenn sie dir geben – ohne zu nehmen.

Du bist, warst und wirst das Beste,
ohne zu erkennen, wer du sein willst.
Dir fehlt es an Identität, Liebe und Lust,
und das war für mich das Schwerste.

24.3.10 02:47


In patrium reducere

Man kann die Menschen „in das Vaterland zurückführen“, den Weg in das Paradies, dem Land des Vaters, beschreiten. Wir sind zwar mit der Verbannung durch das Essen der Frucht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse bestraft, aber viel mehr „bestraft“ wurden wir, nach Gottes Bild geschaffen zu sein. Laut dem ersten Buch Mose, ist all das was Gott geschaffen hat gut.

„Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut“. Doch Gott war zu dem Zeitpunkt der Einzige der die Erkenntnis von Gut und Böse innehatte. Alles was er geschaffen hatte, Himmel und Erde, das Licht, die Finsternis, das Wasser, die Pflanzen, die Sterne, die Sonne, den Mond, die Tiere und zu guter Letzt den Menschen, war seiner Ansicht nach gut. Doch, wenn man nach den Regeln des Dualismus geht, an die sich auch Gott zu halten schien, wenn er zum Tag die Nacht hinzufügt oder zum Trockenen, das Nasse und wir davon ausgehen, dass Gott nur uns und davor nichts geschaffen hat, dann sagt uns das, dass Gott böse sein muss. Denn alles was er geschaffen hat ist gut, um gut zu erkennen braucht er etwas böses, etwas böses hat er nie erschaffen, dass bedeutet das Gott böse sein muss, denn wenn er nicht böse wäre hätte er nicht behaupten können, dass alles was er geschaffen hat gut ist.

Weiter wird behauptet: „Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf ihn als Mann und Weib“. Dieses Zitat, aus der Genesis, beinhaltet wieder zwei wichtige Aussagen, zum Einen, dass die Frau ebenfalls ein Mensch ist und zum Andere, dass wenn Gott böse ist, der Mensch ebenfalls böse von Natur aus sein muss.

Oftmals wird die Frau nicht als Mensch bezeichnet, denn „Gott der Herr sprach: „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei.“ Später entscheidet der Mann, also Adam, welchen Namen die Frau tragen soll und eine Eigenschaft und Aufgabe des Menschen ist es, den Geschöpfen Gottes Namen zu geben. Denn wenn der Mensch einem Wesen einen Namen gibt gehört dieses dem Menschen. Adam könnte der Frau natürlich den Namen Menschin geben, entscheidet sich aber für Männin, dass bedeutet zwar, dass sie gleichberechtigt sind, aber nicht zwangsläufig, dass Eva ein Mensch ist. „Da sprach der Mensch: Das ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie Männin nennen, weil sie vom Manne genommen ist.“

Dadurch dass Gott böse ist, Beziehungsweise weiß was Gut und Böse ist, hat er die Macht den Menschen anzulügen. Die Tiere hingegen, wie die Schlange, können nur nach besten Gewissen handeln, da sie nicht im Stande sind Gut und Böse auseinanderzuhalten. Wenn die Tiere nämlich, und dazu hätten sie die Frucht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse essen müssen, diese Eigenschaft hätten, hätte Gott sie ebenso bestraft. Denn, diese Erkenntnis ist eine Anmaßung an das Göttliche, denn „an dem Tage, da ihr davon esset, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist“. Wenn die Schlange also nicht weiß, dass es böse ist was sie tut, kann man ihr im Nachhinein nicht den Vorwurf der Verführung machen. Die Schlange erzählt, im Gegensatz zu Gott, der durchaus böse handeln kann, die Wahrheit, denn Gott sagte zu Adam und Eva: „Esset nicht davon, rühret sie auch nicht an, dass ihr nicht sterbet!“. Natürlich hatte Gott nicht unrecht, denn Adam und Eva sind gestorben, aber nicht durch den Genuss des Apfels, sondern weil Gott sie aus dem Paradies verbannt hat und sie nicht mehr die Früchte vom Baum des Lebens essen konnten.

Ein weiterer Punkt der für die Bosheit von Gott spricht, ist dass er die Schlange zu einer ewigen Feindschaft zwischen Mensch und Schlange verflucht hat, obwohl sie nach dem Wissen gehandelt hat, welches Gott ihr gab. „Und ich will Feinschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen; der soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.“.

Nachdem Gott, alles Leben auf der Erde, außer den von Noah geretteten Tieren, ausgelöscht hatte und Kain seinen Bruder Abel auf dem Feld aus Neid umgebracht hat und Gott auch noch diesbezüglich belog, war er zutiefst von dem Menschengeschlecht enttäuscht. Noah opferte ihm noch reines Vieh und Gott, so hat man das Gefühl, gab sein Projekt Mensch auf und sagte: „Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen, denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf.“ Ein weiteres Zitat, welches für meine These spricht, dass es sich bei Gott um eine böse Gestalt handelt, denn wenn der Mensch von Natur aus böse ist und er nach Gottes Abbild geschaffen ist und durch die Erkenntnis von Gut und Böse auch noch Gott gleich ist, dann muss Gott nach logischem Schluss ebenfalls böse sein.

Um aber auf meinen Grundtenor, also die Zurückführung ins Paradies, welche in meinem Zitat als Eroberung zu verstehen ist, müssen wir erkennen, zu dem wir laut Genesis in der Lage sind, dass wir von Natur aus böse sind. So wie Gott sind wir von Natur aus Böse, aber alles was er erschaffen hat, ist wie am Anfang erklärt Gut. Also sind auch wir in der Lage, obwohl wir im Inneren Böse sind, dass Gute in unserer Handlung zu finden. Unser Antrieb ist das Unterdrücken unserer Natur, wir sind durch das Essen der verbotenen Frucht gottgleich geworden und haben die Möglichkeit etwas zu schaffen. Außerdem können wir erkennen, dass alle Menschen gleich sind und können wenn wir, dass weswegen wir aus dem Paradies verbannt wurden anwenden ein eigenes Paradies entstehen lassen. Wir sind gottgleich und wir können schaffen, Gott hat das Paradies geschaffen und wir sind nach Gottes Bild, also können auch wir ein Paradies auf Erden entstehen lassen. Es ist eine zutiefst humanistische Aussage die, die Bibel uns hier vorschlägt, die es lohnt zu verfolgen und den Weg zum Ziel, also dem Glück, eine Richtung zu geben. Deswegen „In patrium reducere“.

23.3.10 03:20


Urlaub mit Sophie - Brief

Hallo …,

 

Es ist zwei Jahre her, ich weiß! Es tut mir Leid, dass ich mich erst jetzt melde, aber es hat sich seitdem du gegangen bist, sehr viel in meinem Leben verändert. Ich befinde mich zurzeit im Urlaub. Gestern ging der Flug und ja – ich fliege immer noch genauso gerne, obwohl ich jedes mal wieder aufgeregt bin. Aber du kennst mich ja.

Ich konnte dieses mal die ganze Nacht nicht schlafen. Apropos schlafen, dass weißt du ja gar nicht. Ich habe die letzten zwei Jahr, sehr wenig und sehr schlecht geschlafen. Du wirst dir jetzt bestimmt denken „Genau! Der Typ und nicht schlafen können. Den musste man aus seinem Bett prügeln damit der aufsteht.“ Und genau dass dachte ich mir auch. Es macht mir leichte Sorgen und ich frage mich ob, dass normal ist? Vielleicht habe ich auch schon meinen ganzen Schlaf aufgebraucht in der Zeit mit dir. Wer weiß? Ich hoffe es ist dir auch gut ergangen? Wir haben uns ja einige Zeit nicht mehr gehört, vielleicht ist auch, dass der Grund dafür, dass ich nicht mehr schlafen kann. Das du plötzlich gegangen warst. Und ich verstehe bis Heute nicht den Grund. Ist, dass normal, dass man sich verändert? Hattest du keine Lust mehr auf mich, oder ich auf dich? Wenn letzteres würde ich gern wieder tauschen, wenn dass denn möglich sein sollte. Ich muss gestehen, dass ich mich in diesem Prozedere nicht wirklich gut auskenne. Ich stecke mittendrin und verstehe kaum etwas.

Letztendlich scheint aber grade das normal zu sein. Wann wissen wir schon, wo oder was wir grade sind? Ein lächerlicher Irrglaube, dass geographisch bestimmen zu wollen, glaubst du nicht auch?

Das Wetter ist hier super, seitdem ich angekommen bin scheint die Sonne, aber besser schlafen kann ich auch hier nicht. Die Nächte sind wunderschön, der Mond spiegelt sich auf dem See wieder und die Sterne sind ganz klar. Es scheint hier keine Wolken zu geben, was sehr angenehm ist. Du weißt ja wie sehr ich es liebe in der Sonne zu liegen ohne jedes Mal den Schatten der Wolken spüren zu müssen. Der See ist riesig und in der Nacht pechschwarz, bis auf den weißen Ball der sich dort so widerspiegelt. Am Tag, kann man auch wenn man schon bis zur Brust im Wasser ist, noch den Grund sehen, so klar ist es.

Am liebsten würde ich für immer hier bleiben, aber dass werde ich nicht können und Sophie würde das nicht wollen. Ja du hast richtig gelesen, Sophie, sie ist jetzt meine Frau, wir haben vor zwei Monaten geheiratet. Leider hattest du bis jetzt nicht die Gelegenheit sie kennenzulernen – du würdest sie bestimmt mögen! Das ist so ein Phänomen um ihre Person, jeder mag sie. Ich glaube es gibt keinen Menschen der Sophie nicht mag. Und mittlerweile könnte ich ohne sie nicht existieren. So wie du nicht ohne mich. Doch leider kann ich ohne dich leben, auch wenn es nicht das Gleiche  ist.  Ich würde sagen daher kommt meine Schlaflosigkeit. Denn den, den sie oder er oder wer zur Hölle dafür verantwortlich ist, mir zugeteilt haben ist einfach schrecklich. Ich weiß nicht wie man mir dich wegnehmen konnte und dich mit dem tauschen konnte. Wo liegt denn da der Sinn? Hatten wir uns zu sehr aneinander gewöhnt? Waren wir doch nicht für einander bestimmt obwohl wir so gut zu einander passten? Ich denke dass auch du mich vermisst, zumindest bilde ich mir das ein.

Aber ich werde dir nachher von dem Neuen erzählen. Erst einmal willst du sicherlich von Sophie lesen. Sie ist die schönste Frau auf diesem Planeten und ein Grundoptimist. Ich habe Angst, wenn du zurückkommst, könnte sie aufhören mich zu lieben. Außerdem würde ich ihr gern den Kampf zwischen dir und dem Neuen ersparen. Ich glaube, dass würde sie ebenso zerstören wie mich. Außerdem ist sie sportlich, du weißt wie sehr ich Sport hasse. Ich werde wohl auch nie damit anfangen, auch wenn man das ja so leider nicht sagen kann, da du sonst noch bei mir wärst. Aber ich habe nicht nur Angst, denn du warst ein Guter, Sophie würde auch dich bestimmt mögen. Aber ich weiß es halt nicht, ich werde ihr wohl auch nicht von dir erzählen, denn ich weiß nicht, welchem ihr ich es erzählen soll. Nicht auch dass, sie dann zerrissen wird. Wie gesagt ich habe, das Prozedere noch nicht ganz erfasst, aber es muss ja einen Auslöser geben. Obwohl ich mir wünsche diesen nie betätigt zu haben. Ich bin mir nicht sicher ob sie, dass überhaupt verstehen könnte. Denn unsere Beziehung war bestimmt nur in meinen Augen etwas Besonderes. Weißt du noch wie die Leute uns immer angeschaut haben? Als wären wir Außerirdische. Das waren noch Zeiten, ich denke gern zurück. Doch das fällt mir schwer, ich vergesse immer mehr, der Neue ist in der Hinsicht schon sehr stark und den Kampf werde ich sicherlich verlieren. Er ist so eine labile Persönlichkeit aber Bärenstark wenn es um Erinnerungen geht. Aber wie gesagt ich denke nicht das Sophie, dass zwischen uns, verstehen könnte. Obwohl Sie auch eine der klügsten Frauen ist die ich kennenlernen durfte. Jetzt ist sie perfekt für mich. Ich glaube ganz kurz bevor sie in mein Leben getreten ist, habe ich dich verloren - und der Neue kam.

Wir haben ein wirklich wunderschönes Hotel hier, die Zimmer sind sehr hell und hoch. Ein bisschen orientalisch eingerichtet, aber nicht zu kitschig, dezent und angenehm. Das müsstest du sehen, ich glaube, dass hätte dir auch gefallen.

Weißt du noch was ich werden wollte? Politiker! Aber, dass habe ich als du gegangen bist abgebrochen. Ich habe zwar meine politische Haltung nicht verloren, aber es hat mich angeödet und es war mir zu verlogen. Das konnte ich nicht, aber ich glaube, du hast mich nur unterstützen wollen. Du wusstest von Anfang an, dass ich nicht dazu geboren wurde.

Ich denke auch, dass du wusstest, dass du eines Tages gehen musst. Du hast aber nie etwas gesagt, ich sollte wohl mein Kopf benutzen. Aber ich muss sagen, dass ich dir diese Lektion übel nehme. Denn, ich musste so die schmerzhafteste aller Erfahrungen machen, das Denken. Ich habe zwar auch mit dir gedacht, aber der Neue übertreibt es Maßlos und immerzu, wenn er wenigstens Nachts aufhören würde. Außerdem wofür das Ganze? Sophie sagt immer zu mir „Du machst dir zu viele Gedanken und hör auf dir Sorgen zu machen!“ Ich würde sofort, sie soll mir sagen wie! Aber dass wird sie ebenso wenig wissen wie ich. Der Neue hört nur auf, wenn ich mit anderen Menschen Kontakt habe. Sonst denkt er ununterbrochen nach. Ich werde noch verrückt wenn er nicht langsam still ist.

Sophie meinte letztens zu mir: „Du bist doch total krank“ als ich den Schimmel von einer Stulle geschnitten habe und diese dann gegessen habe. Kannst du dir das von mir vorstellen? Du warst genauso penibel, du hättest mir das nie durchgehen lassen. Nie! Aber dem Neuen ist das egal, der macht das so. Er denkt sich nichts dabei, er sagt „Wozu haben wir denn Magensäure?“ Ich weiß nicht ob ich dass gut finden soll, aber für solche Gedanken habe ich auch keine Zeit.

Ich habe den Neuen die ganze Zeit ziemlich schlecht dargestellt, aber so schlecht ist er dann auch nicht. Also im Vergleich zu dir schon, aber so im allgemeinen hat er auch gute Eigenschaften. Er ist zum Beispiel genauso höflich und nett wie du. Er legt einen größeren Wert auf Rhetorik und hat immerzu Zeitmangel und beschwert sich dann, dass sich alle Menschen ständig Stress machen. Stress hasst er genauso wie du. Da nehmt ihr euch beide nichts. Er liebt genauso wie du klassische Musik. Aber, und das stört mich ungemein, er ist nur am denken und schreiben. Ich habe Abends wenn ich im Bett liege Kopfschmerzen weil er alles was er geschrieben hat noch einmal durchgeht. Zur Zeit schreibt er an zwei Theaterstücken, dass heißt sehr viele Personen die etwas zu sagen haben und auch noch was spielen sollen. Er springt von einem zum anderen Stück, lässt die Person dann die Person was sagen, dann soll dass passieren, dann das. Es macht mich krank! Das schlimme an der Sache ist, dass Sophie ihn auch noch unterstützt. Die philosophieren bis tief in die Nacht über Gott und die Welt. Ich will schlafen, verflucht! Du weißt wie sehr ich meinen Schlaf geliebt habe. Aber er, er scheint Angst zu haben etwas zu verpassen oder nicht genug zu schaffen. Aber das paradoxe daran ist, dass er die Leute die sich Stress wegen Arbeit machen oder die, die das Geld anstreben bis aufs tiefste verflucht und verachtet. Er hasst es. Er bezeichnet seine Arbeit auch nicht als Arbeit. Dazu ist er viel zu Stolz. Und wenn man ihn, darauf anspricht, dann reagiert er gereizt und sagt: „dass denken und schreiben keine Arbeit sei.“ Außerdem sagt er „Wer arbeitet strebt das Geld an und das sei bei ihm nicht der Fall, er strebt das Denken an“. Ich weiß auch nicht was ich davon halten soll, aber er wird schon wissen was er da tut, er scheint ja lange genug darüber nachgedacht zu haben. Im Winter ist es mit ihm ganz schlimm, er fällt immer in ein ganz tiefes schwarzes Loch und erst im Frühling traut er sich da wieder raus. Hätte er Sophie nicht gehabt hätte er sich bestimmt umgebracht. Obwohl, dass weiß ich nicht, er ist genauso ein Feigling wie du. Zum Glück! Weil, man macht sich zwar auch Stress wenn man feige ist, aber der größere entsteht wenn man so tut als sei man mutig.

Morgen fahren wir zu irgendwelchen Denkmälern, Sophie wollte sie sehen. Mir soll es recht sein! Es ist eine wirklich sehr schöne Gegend hier. Nicht viel Industrie, eher ländlich und sehr viel grün. Keine Berge, darauf hab ich Wert gelegt, du kennst mich ja nicht zu viel bewegen! Der Neue und du nehmt euch da nichts, zur Verzweiflung Sophies. Sie ist nur am rumrennen und baden.

Nachdem wie die Denkmäler betrachtet haben, werden wir noch zur Kirche gehen. Nein keine Angst, ich bin nicht gläubig geworden. Also nicht so richtig. Deinen Hass gegenüber Religionen hab ich abgelegt. Der war nicht sehr förderlich im Kontakt mit anderen Menschen. Der Neue sieht das ähnlich, er meint von sich sogar er sei ein Pantheist. Ja genau, der Goetheglaube. Da musstest du bestimmt auch als erstes dran denken. Außerdem ist er ein Existentialist, genau das hat Frau Wagner versucht uns beizubringen was das bedeutet, aber wir haben natürlich nicht zugehört. „Wieso auch, es war doch nur die Schule.“ Genau das, hättest du bestimmt in diesem Moment gesagt.  Kennst du noch Frau Wagner? Damals haben sogar wir versucht mal was zu schreiben, auch wenn es nur zusammengeklaut war, keine gute Story hatte und schlecht geschrieben war. Aber es war wenigstens etwas. Die einzig wirklich gute Aufgabe in der Schule. Wir saßen damals fast drei Wochen an der Aufgabe, soviel Zeit hatten wir sonst nicht einmal in die ganze Schulzeit davor gesteckt. Du warst schon kein dummer, dank dir konnte ich mein Abitur ohne größere Probleme durchziehen. Dann war da noch Frau Schildner, unsere Deutschlehrerin, eine großartige Frau. Ich glaube zwar das wir die einzigen im Kurs waren die sie mochten aber sie war eine ehrliche Seele. Stets bedacht das gute zu tun und uns die wirklich wichtige Dinge zu lehren. Aber ich glaube sie hat uns verflucht, weil wir so unendlich faul waren, doch trotzdem mochte sie uns, dass weiß ich und du weißt es bestimmt auch.

Unser Urlaub geht noch zwei Wochen und Sophie hat die Zeit schon komplett verplant, ich hoffe, dass Er auch noch wenigstens ein bisschen zur Ruhe findet. Es ist immerhin auch sein Urlaub.

Ich werde jetzt auch langsam losgehen, Sophie wartet bestimmt schon am Strand, sie sagte etwas von „in der Stadt bummeln gehen“ und ihm wird das sicherlich auch mal gut tun, vielleicht lässt er mich endlich wieder schlafen, wenn er mal entspannt. Aber ich hoffe sie nehmen mir ihn nicht auch wieder weg, ich möchte dass nicht mehr, wahrscheinlich passiert das immer dann, wenn man sich grade an den einen gewöhnt hat. So wie mit uns. Außerdem denke ich, dass es für jeden von euch einen Menschen gibt der euch liebt. So wie Marie damals uns geliebt hat, liebt Sophie mich und den Anderen. Deswegen hoffe ich, dass er bleibt und mich nicht verlassen wird, weil ich um nichts in der Welt Sophie verlieren möchte. Sie ist mir wichtiger als mein Ich. Deswegen, und nimm es mir bitte nicht böse, möchte ich meine Meinung doch noch einmal ändern und wünsche dir einen besseren Ort und komme nicht wieder zurück.

 

Ich hoffe es geht dir gut.

22.3.10 05:56


Gedanke zur Utopie

Wieso halten wir uns alle für so unglaublich wichtig? Die Zeit war, ist und wird immer sein. Sie wurde angestoßen und ist seitdem ein perpetuum mobile. Jedoch sollten wir nicht vergessen, dass wir das wichtigste sind! Mir ist klar, dass das jetzt paradox klingt und auf den ersten Blick keinen Sinn ergibt, aber sobald man die Perspektive ändert, ändert sich auch die Substanz dieser Aussage.

Ich will damit sagen, dass die Menschen aufhören sollen der Zeit hinterherzurennen, als könnte man sie einholen. Sie sollen anfangen zu genießen und sich selbst einen Freiraum zu schaffen. Nicht den Fokus auf das legen was man geschaffen hat, sondern auf die Zeit oder seinem eigenen Empfinden, das man verspürt hat, während man diesen Weg gegangen ist.
Deswegen sage ich, WIR sind das wichtigste und WIR haben die Möglichkeit zu erleben. Das Produkt unseres Handelns wird immer nur die Anderen beeinflussen, denn wir brauchen es nicht. Eigentlich brauchen die Anderen es auch nicht, aber sie laben sich an den Erfahrungen und Erkenntnissen anderer und verlernen dabei dass leben. Die Momente in denen wir am glücklichsten sind, sind die, in denen wir unseren Geist frei machen und mal nicht denken.

Damit möchte ich natürlich nicht erreichen, dass alle Menschen ihre Arbeit niederlegen, sondern, dass man sich gegenseitig hilft die Grundbedürfnisse des Anderen sicherzustellen um dann die Zeit die wir dadurch gewinnen zu genießen. In den meisten Fällen erleben wir diesen Zustand des Genießens wenn wir mit anderen interagieren.
Wir brauchen dazu kein Geld, Aktienfonds, Manager, Aufsichtsräte oder Wirtschaftsexperten um glücklich zu werden, wir müssen erkennen, dass unser Leben zu kurz und zu wertvoll ist um es dafür auszugeben, dass wir einem Nichts hinterherrennen. Was ist Geld, diese ominösen Summen von denen alle sprechen. Auf einmal investiert Deutschland 500 Milliarden in Banken, sagt aber vier Tage vorher, dass wir absolut kein Geld haben, welches man in die Bildung stecken könnte. Dieser Sinn kann sich keinem erschließen, weil man sich nicht einmal diese Zahlen vorstellen kann.

Ich denke auch, dass meine Idee funktionieren würde, dann allerdings an dem Dualismus der Welt zerbrechen würde. Wenn also jeder Bäcker, Fleischer, Arzt, Apotheker usw. wäre und alle voneinander lernen würde und die Grundsicherung von jedem gesichert wäre, könnte man erstmals davon sprechen, dass alle Menschen gleich und frei sind. Es gäbe außerdem natürlich, rein in diesem Gedankenmodell, keinen Grund für Kriminalität.
Dennoch würde ich behaupten, dass selbst diese Utopie nur circa zwei Generationen überleben würde. Denn die neugeborenen Kinder werden zwar lernen was Gleichberechtigung bedeutet und wie sie sich anfühlt, aber sie werden nicht erkennen was sich hinter diesen Begriffen verbirgt. Heraklit hat schon erkannt, dass „der Krieg der Vater aller Dinge ist“ und zeigt uns, dass wenn wir Krieg kennen, können wir uns eine Vorstellung von Frieden machen. Dann haben wir ein Ziel welches wir anstreben können. Allerdings haben die neugeborenen Kinder in der perfekten Welt keine Vorstellung von Gewalt, Ungleichheit, Krieg und anderen gesellschaftlichen Problemen, deswegen würden sie anfangen zu suchen. Und die Suche beginnt immer im Dualismus und das Gegenteil von frei, gleich, friedlich und fair ist leider unsere Gegenwart.

 

PS: bitte entschuldigt ich hab noch nicht gegengelesen, bin gerade zu müde.

19.3.10 03:44


Dialog ist Fortschritt

Ich habe mir oft die Frage gestellt „was treibt den Menschen an?“.
Zu diesem Thema gibt es viele Theorien, Aristoteles sagt, dass der Mensch immer nach dem göttlichen strebt. Gott selbst ist bei ihm der sogenannte „Unbewegte Beweger“ und nimmt die Stelle des Ursprungs ein, nicht in einer Schöpferischen Hinsicht sondern eher als Beginn der Kausalität der gesamten Existenz (Gott ist reiner Stoff ohne Form). Nachdem Gott diesen ersten Anstoß gegeben hat, hatte er auch keinen weiteren Einfluss auf das Handeln der Menschen. Er beinhaltet aber auch die Idee des Guten, die auch bei Platon, dass anzustrebende Ziel ist. Jedoch gibt es trotzdem zwischen den beiden eine wichtige Unterscheidung, denn Platons Weg zur göttlichen Idee ist die Erkenntnis, den er selbst als schwierigen Aufstieg aus einer Höhle bezeichnet. (siehe Höhlengleichnis von Platon)
Aristoteles hingegen bevorzugt den bodenständigeren Weg, den der Arbeit, denn wenn zum Beispiel ein Schuster in seinem Leben den Beruf des Schusters lernt und er sich kontinuierlich an Erfahrung gewinnt und sein Handwerk immer besser versteht, wird er vielleicht nicht wie ein Philosoph mit der Macht des Denkens zur Erkenntnis kommen, aber durch sein Handeln trotzdem dazu in der Lage sein. Das heißt Aristoteles gibt erst einmal jedem Menschen die Möglichkeit, zu dem Lebensziel der Glückseligkeit, welche uns antreibt, zu kommen.
Ein weiterer Grieche, mit dessen Idee des Antriebs ich mich besser arrangieren kann, ist Heraklit. Von ihm stammt der berühmte Satz „Der Krieg ist der Vater aller Dinge.“ Er gehört sicherlich zu einem der am meisten missverstanden und fehlinterpretierten Sätzen unserer Geschichte. Man darf den Satz sicher nicht so verstehen, dass das Töten von Menschen und Zerstören von Gegenden der Anfang von Allem ist. Sondern muss sein Augenmerk auf den Dualismus der Sache legen, so muss der Krieg existieren, damit ich das Ziel des Friedens definieren kann. Heraklit will damit auch gleichzeitig die Wandelbarkeit der Sache zum Vorschein bringen, nichts wird immer gleich bleiben, sondern sich ständig verändern. („Alles fließt“ ) Ein von ihm gut gewähltes Beispiel ist eben der Krieg, dort wo er gewütet hat war es nicht wie es immer war.
Meiner Meinung nach ist das Leben an sich schon eine Metapher für das Sein. Ich versuche es einmal zu erklären, am Anfang gab es den „Unbewegten Beweger“, Gott oder den Urknall, daraus entwickelte sich dank der Wechselwirkung und dem Dialog der Existenz das Sein. Als das Sein verstehe ich in diesem Zusammenhang das Lebende. Also gab es den Urknall, viele Kleinigkeiten die aufeinander wirkten und dazu führten das sich daraus größere Existenzen bildeten und diese wirkten dann wiederum so zusammen, dass sich daraus das Sein entwickelte.
Man setzt also als festen und unbeweglichen Ursprung das Göttliche und hat danach offensichtlich wieder den geschlossenen Kreis des Seins. Also ist Urknall das Göttliche; die Dinge die eine Wechselwirkung eingehen Mann und Frau und diese sind Ursache für das weitere Leben, also das Sein.
Das bringt mich zu dem Punkt, dass ich denke, dass wenn die Wechselwirkung im kleinsten Bereich dazu führt, dass etwas Neues entstehen kann, dann muss diese Wirkung unser Antrieb sein. Man kann diesen Kreislauf also nicht unterbrechen selbst wenn das Sein auf der Erde zerstört werden würde, denn seit es den Urknall oder Gott gibt, wird der Kreislauf der Existenz nicht Enden und dieser wird immer wieder zum Sein führen.
Aber speziell auf den Menschen bezogen ergibt sich daraus, dass jede Aktion auch eine Reaktion auslöst. Aufgrund der Unzerstörbarkeit des Dialoges wird daraus immer zwangsweise Fortschritt entstehen.
Allerdings sollten wir nicht vergessen, dass dieser Fortschritt quantitativ und nicht qualitativ einzuordnen ist. Denn Fakt ist es geht immer weiter, aber wir müssen durch unser Handeln trotzdem noch das Ziel bestimmen und den Weg zu diesem finden. So ist es offensichtlich, dass wenn ein Mann und eine Frau das Ziel „Kind“ haben sie den Weg „Sex“ gehen müssen (im Normalfall). Doch wenn wir, also diese Leserschaft das Ziel „die Schaffung einer faireren Gesellschaft“ definieren müssen wir uns dem Weg klar werden. Deswegen passt hier ganz gut der alte Spruch „Der Weg ist das Ziel“, denn erst, wenn wir den haben und wir bereit sind diesen zu gehen, können wir unser eigentliches Ziel erreichen.
Außerdem müssen wir uns bewusst werden, dass wir im Besitz des Verstandes und der Vernunft sind, deswegen bin ich nicht der Meinung, dass unser Handeln und unser Antrieb ausschließlich vom Instinkt geleitet sind. Daraus ergibt sich, dass wir bewusst handeln und für dieses auch verantwortlich sind. Weiterhin gibt uns das die Möglichkeit, soweit die Instinkte zulassen, unsere Zukunft selbst zu planen!

17.3.10 04:02


Suche nach neuen Schreibern

Schönen guten Tag,

ich würde gerne mehr aus diesem Blog machen, ich strotze vor Ideen für neue Artikel, habe aber leider nicht die Zeit immer einen neuen zu schreiben.
Ich versuche täglich diesen Blog zu aktualisieren und neue Inhalte online zu stellen.
Deswegen, würde ich mich sehr freuen, wenn sich weitere Leute finden würden, die interessiert sind für einen freien Blog Artikeln zu schreiben. Dabei spielt es keine Rolle ob ihr Anarchisten, Sozialisten oder Kommunisten seid - solange ihr in der Lage seid selbstkritisch mit eurer Meinung umzugehen.
Ich würde mich freuen, wenn sich noch ein paar Schreiberlinge dazu entschließen könnten diese Idee zu unterstützen, damit sowohl die Qualität als auch die Quantität der Artikel zunehmen würde!

Solltet ihr jetzt Interesse bekommen haben auch etwas schreiben zu wollen oder anderweitig diesen Blog zu unterstützen, dann schreibt mir einfach eine e-Mail an: georg.krants@arcor.de

Mit freundlichem Gruß

 

Georg

16.3.10 16:54


Meinung zur Frauenquote

Eine Nachricht, die heute in jedes Wohnzimmer gedrungen ist, und mich schockiert hat, war die Einführung einer Frauenquote bei der „Deutschen Telekom“ –  Unsere Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) lobte diese Entscheidung und meint, „dass die „Deutsche Telekom“ dadurch als gutes Vorbild für andere Unternehmen voran geht.“ 1
Ich kann das Konzept der Quotisierung unserer Gesellschaft leider nicht nachvollziehen, entweder fordern die Frauen jetzt absolute Gleichberechtigung oder sie geben diese auf und fordern eine Frauenquote – beides zusammen kann es nicht geben.
Denn was erreichen sie durch die Quote? Sie erreichen, dass sie belächelt werden, weil sie politische Macht ausüben müssen um sich durchzusetzen, sie drängen sich selbst in die Opferrolle und  sie verlieren an Glaubwürdigkeit. Sie zerstören damit in einem Zug all das wofür  Frauen die ganze Zeit hart gekämpft haben – die Frauen, die wirklich für Gleichberechtigung einstanden und alles gegeben haben um sich in der von Männern dominierten Welt durchzusetzen. Die Frauen, die es geschafft haben und beweisen wollten, dass es möglich ist, wenn man sich nur genug anstrengt, die zu einem Vorbild für viele Frauen geworden sind, denen tut man mit dieser Quote unrecht und beraubt ihnen ihrer Taten.
Ich frage mich, ob dieses Vorgehen wirklich im Sinne der Frauen ist, ich habe vor kurzem ein Interview mit der Polizeipräsidentin Liliane Matthes im Fernsehen gesehen und auch sie, die sich durch ihre Leistungen diese Beförderung erarbeitet hat, hat sich gegen eine Frauenquote bei der Polizei ausgesprochen. Frau Matthes ist der Überzeugung, „dass Männer und Frauen die gleiche und vor allem geschlechtsneutrale Ausbildung erhalten [sollten]. Für die Polizei bedeutet dies, dass Polizistinnen genauso wie Polizisten den Herausforderungen und Anforderungen dieses Berufes gewachsen sein müssen.“2
Die Forderungen der fränkischen Polizeipräsidentin sind natürlich auch auf alle anderen Bereiche unserer Gesellschaft übertragbar und sollten, wenn wir wirklich an der Gleichberechtigung von Frau und Mann interessiert sind, als unsere Maxime gelten.
So sollten wir dafür sorgen, dass Frauen die gleichen Ausbildungen und Ausbildungsmöglichkeiten bekommen und dafür, dass sie eben nicht anders als Männer behandelt werden, denn erst dann, kommen wir dem Ziel einer gerechteren Gesellschaft einen Schritt näher.


--------------------------------------------------------

Quellen:

1)       Deutsche Telekom. (15. März 2010). Deutsche Telekom führt als erstes DAX-30-Unternehmen Frauenquote für die Führung ein. Abgerufen am 16. März 2010 von Deutsche Telekom:: http://www.telekom.com/dtag/cms/content/dt/de/829454

2)       B4B Mainfranken. (kein Datum). Know - How:. Abgerufen am 16. März 2010 von Lernen Sie Persönlichkeiten aus Mainfranken kennen: http://www.b4bmainfranken.de/Mittelstand/Know-how,-Lernen-Sie-Persoenlichkeiten-aus-Mainfranken-kennen-_knowarid,698_prid,20085_puid,2_pageid,153.html

16.3.10 04:47


Rede "Kritik als Ziel"

Meine sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihnen meine Anerkennung für ihre Ansichten in dieser Rede zuteil kommen lassen. Ich finde es wichtig, dass die Menschen nicht aufhören für ihre Meinung einzustehen und das eigens gewählte Ziel nicht aus den Augen verlieren. Mein Ziel, so wie das der breiten Zuhörerschaft an diesem Abend ist es, dass wir diese Situation der Ausbeutung überwinden und eine  fairere Gesellschaft zum Wohle aller kreieren.
In meinen Augen ist das die Anarchie!
Hier teilen sich eventuell schon die Vorstellungen der zu erreichenden Form, doch gerade darin muss unser gemeinsamer Beginn ihre Wurzeln ziehen. Es mangelt nicht an Kraft eine Veränderung herbeizuführen, denn wir sind die große Mehrheit, es mangelt an Kritik.
Denn immer, wenn es ein Ziel zu erreichen gibt, braucht man einen Plan, und der Plan, der uns helfen soll, das jetzige System zu überwinden, muss von uns erst noch geschmiedet werden. Denn man kann schnell eine Parole rufen, doch sie wird nicht zum Erfolg führen, wenn man sie nicht versteht umzusetzen. Deswegen fordere ich, dass sie sich kritisch mit dem auseinandersetzen was sie stört, dass klar formuliert wird wohin der Weg führen soll. Denn erst dadurch schaffen wir die Straße die wir gemeinsam entlanggehen wollen!
Doch sollten wir nicht nur Kritik an dem üben was uns stört, sondern jetzt schon anfangen uns kritisch mit unseren Zielen auseinanderzusetzen. Einige verlernen es, und das war immer unser großer Fehler. Nachdem man das eine Übel überwunden hatte, sich weiter Gedanken über seine Situation und der Zukunft zu machen. Denn eins sollten wir nie vergessen, all unser Handeln ist Politik und diese, dass wurde zu jedem Zeitpunkt der Geschichte bewiesen, braucht die Menschen, die weiterhin versuchen durch ihr Handeln und Denken, sie weiterzuentwickeln.
Es sind bis jetzt fast immer die Systeme die für das Volk sprechen sollten an der mangelnden Kritikfähigkeit zugrunde gegangen. Schauen wir uns das jetzige System der BRD an, wie kann ein Staat wie dieser, der so mit der breiten Masse umgeht, und die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden lässt, so lange existieren ohne das die Menschen eine Revolte starten? Es liegt an der Meinungsfreiheit, denn sie gibt uns das Gefühl etwas ändern zu können, sie gaukelt uns die Freiheit vor die wir allzu gern inne hätten! Doch, wenn diese Entwicklung, also das Einmischen in die Privatsphären, Beschneiden der Meinungsfreiheit und das Rauben der vorgegaukelten Freiheit, so weitergeht, dann wird auch diese Regierung an der Last ihre Gegner zerbrechen.
Deswegen, und davon bin ich überzeugt, ist es wichtig, dass wir anfangen uns klarzumachen, was wir erreichen wollen, dass wir damit unsere Vorstellungen reifen und wachsen lassen können. Wenn wir also Anarchie als unser Ziel definieren, ist es wichtig, dass uns in unseren Köpfen klar ist, was wir unter Anarchie verstehen, denn Anarchie ist nicht gleich Anarchie, sie war nicht die selbe in Spanien wie in der Ukraine und sie soll nicht die Gleiche in Deutschland werden!
Also meine werten Zuhörer, egal wie alt sie sind, egal wo sie wohnen, wenn sie eine Veränderung möchten, dann träumen, fantasieren und hoffen sie. Und lassen sie sich eins gesagt sein Fantasie, und Träume waren bisher nie unnütz, egal was uns diese konsumgelenkte Gesellschaft einreden möchte, deswegen hört niemals auf euren Traum der gerechten Gesellschaft, in der jeder gleich und frei ist zu träumen, denn erst wenn wir aufgeben und gesenkten Hauptes nachgeben werden wir als Verlierer vom Platz gehen. Wenn wir durchhalten, werden wir schon bald in der Lage sein eine neue und vor allem faire Gesellschaft zu schaffen.

 

15.3.10 15:38


Gedicht "Im Kampf"

Ich stehe vor einem Haufen feiger, linkskonservativer Mode-Che’s,
die mit geballter Faust und Rotsternfahnen vor ihrem Feind stehen und weinen.
Paralysiert von der Schlangengestalt des Staates,
hypnotisiert von den Augen der Demokratie
und fasziniert von den spitzen Zähnen des Kapitalismus.
Sie wissen, dass sie sich bewegen müssen um zu handeln,
aber denken, dass sie gebissen werden, wenn sie‘s probieren.
Die Zwickmühle verinnerlicht und ihr Leben lang gespürt.
Sie bibbern vor Angst, Aug in Aug mit dem Kobrakopf,
aber haben noch nicht erkannt, dass sie diejenigen mit der Flöte sind.

15.3.10 15:43





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung