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Lyrikabend

Also Sprach Nietzsche

 

Nietzsches wahres Wort,

welches uns der Sprache beraubt

und selbst der Sprache gebraucht,

will zeigen, dass

die Zeit das Wort missbraucht

und ohne Rast,

keine Wahrheit mehr erlaubt.

 

Des Teufels Pforte

 

Der Fährmann erreicht den Höllenhafen,

vor einem ein dunkles Flammenmeer,

Geschrei der Seelen, die sühnen ihrer Strafen,

sie kreischen und wandeln umher.

 

Man steigt aus dem Boot,

wird empfangen von des Teufels Chor,

die Flüsse durchzieh‘n  die Lande blutrot,

und quillen aus der Decke hervor.

 

Man sucht und reut seiner Lebens Tat

Vergebens – Satan selbst zeigt deinen Vertrag.

Du hast gelebt auf Erden wie ein König.

 

Doch die Ewigkeit wird dein letzter Sarg,

Kein zurück, kein Gewinn, Schmerz entfacht,

nur Qual, Leid, Hohn, welches du zuvor gebracht.

 

 

Leid, Leben, Tod

 

Man schließt die Augen vor der Wirklichkeit,

die jeder scheint ernst nehmen zu müssen,

wir flüchten in unsere Welt der Schönheit,

erliegen unseren fantastischen Ergüssen.

 

Wenn der Augenschlag den Moment vertreibt,

uns zurückholt – zeigt was bleibt,

dann erkennen wir, was wir so bitterlich gesucht.

Das blutende Herz, unser Drang zum Leid –

Unsere einzige Sucht.

 

Diese zu frönen und zu stillen,

flüchten wir wieder – dies ‘mal in die Wirklichkeit.

Vergessen unseren Traum

Und finden des Wahrheits Geleit.

 

Man weint und lacht –

das Herz  zerspringt,

gequält in der Nacht

liegt man im Bett – vom Leben gelinkt.

 

Zermartern unseren Kopf – schweißgebadet –

Bis wir wieder ziehen in unseren Traum,

der uns hilft – und der Wirklichkeit schadet.

 

Er lacht und lässt uns laufen – der Liebe Gott,

er hat uns die Zeit vermacht –

bis wir ankommen am Schafott,

wo man uns den Kopf abhackt.

 

 

Jenseits

Im Jenseits, keine Dämmerung mehr,

kein Grünes Graß und keine Tat.

Was bleibt? – lohnt es sich sehr?

 

Rastlos treibend, der Ideen Saat,

welche verantwortlich für so viel Trauer,

Leid und der Idee des Staat.

 

Gehofft, durch den Tod zur Ruhe zu finden,

werden immer auf der Suche bleiben

und uns, die wir wohnen bei Gott,

allmählich in den Wahnsinn treiben.

 

Keine Geschichte und kein Plot,

wird uns bleiben in des Gedächtnis Maßen,

Kein Humor und nie mehr spaßen.

 

In seiner Welt verweilen,

ein Albtraum der Unendlichkeit,

uns heimsucht, in seiner ganzen Grausamkeit.

 

 

Der Liebesdämon

 

Dort sitzend, in der Ecke kauernd,

ohne Sinn – den Tag verschlaudernd.

Mit Tränen auf den Lippen die wollen,

nicht können, weil du fort bist, doch schon wieder sollen.

 

Mein Herz ist noch dicht,

mein Kopf noch auf dich verpicht.

Erinnerungen die mich quälen,

ergangen wie davor schon etlichen Seelen.

 

Du böses Biest, das mich zerstört

Und es schafft, dass ich noch immer bin verstört.

Schenke mir Freiheit von deinem Wesen!

 

Damit ich mein Gefängnis wählen kann,

ein glücklich neugefangener Mann,

der nicht sitzt trinkend, wie jeden Abend am Tresen.

 

Und wieder zweisam lachend in die Zukunft blicken,

dich Dämon im Eifer ersticken.

 

Dein Leib im Traume malträtiert,

Dein Tod im Feste zelebriert,

und zum nächsten Abenteuer stiert.

 

Den nächsten Dämon in mein Leben holen, 

Und die Hoffnung entflammen –

Die Du mir gestohlen.

 

 

1.5.10 04:29
 



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